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| Steinmeyer-Orgel
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| Disposition der Steinmeyer-Orgel (Kirche) |
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| Pedal
C-f´ Prinzipalbass Kontrabass Subbass Gedecktbass Quintbass Oktavbass Bassflöte Gedecktbass Choralbass Flötbass Rohrpfeife Pedalmixtur 6f. Kontraposaune Posaune Trompetbass Clarine Pedalkoppel I Pedalkoppel II Pedalkoppel III |
32´ (2012) 16´ 16´ 16´ 10 2/3´ 8´ 8´ 8´ 4´ 4´ 2´ 2´ 32´ (2012) 16´ 8´ 4´ |
I.
Hauptwerk C-g´´´ Prinzipal Prinzipal Flöte Gemshorn Oktav Rohrflöte Quint Schwiegel Mixtur 4f. Cornett 3-5f. Helle Trompete Manualkoppel II-I Manualkoppel III-I Unteroktavkoppel III-I Oberoktavkoppel III-I |
16´ 8´ 8´ 8´ 4´ 4´ 2 2/3´ 2´ 1 1/3´ 8´ 8´ |
II.
Positiv C-g´´´ Hornprinzipal Dulzgedeckt Quintatön Praestant Nachthorn Superoktav Superquint Scharff 3f. Cymbel 3f. Rankett Krummhorn Tremulant Manualkoppel III-II |
8´ 8´ 8´ 4´ 4´ 2´ 1 1/3´ 1´ 1/2´ 16´ 8´ |
III.
Schwellwerk C-g´´´ Rohrgedeckt Prinzipal Grobgedeckt Gamba Salizional Vox coelestis Weitprinzipal Koppelflöte Dolcan Nasat Waldflöte Terzflöte Sifflöte Mixtur 5-6f. Fagott Trompete Clairon Tremulant Aequallage ab Unteroktavkoppel III Oberoktavkoppel III |
16´ 8´ 8´ 8´ 8´ 8´ 4´ 4´ 4´ 2 2/3´ 2´ 1 3/5´ 1´ 2´ 16´ 8´ 4´ |
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64.000 Setzer, 2 Pedalkombinationen, USB-Port, Sequenzer, Plenum Zungeneinzelabsteller, Walze (elektromechanisch und 2fach elektronisch) (1949: Handregister, drei Freie Kombinationen, Freie Pedalkombination, Auslöser, Pedaltutti, Tutti, Walze Zungeneinzelabsteller, Zungen ab, Manual 16´ ab, Handregister ab 1989: 64 Setzer, Sequenzer, Plenum, Walze, Zungeneinzelabsteller) III/55 (drei Transmissionen [SW-Ped], Superoktavkoppeln durchgebaut) Elektropneumatische Taschenladen 1948-49 Neubau Georg Friedrich Steinmeyer, Oettingen (Opus 1772) 1989 Restaurierung durch den Erbauer 2011-12 Sanierung und Erweiterung durch Firma Giovanni Crisostomo, Königheim |
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| Strebel-Orgel (Krypta) |
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| Disposition der Strebel-Orgel (Krypta) |
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| Pedal
C-d´ Subbass Violon Pedalkopplung I Pedalkopplung II |
16´ 8´ |
I.
Manual C-f´´´ Principal Doppelflöte Viola di Gamba Octav Flöte Mixtur 3f. Manualkopplung II-I Suboctavkopplung II-I Superoctavkopplung I |
8´ 8´ 8´ 4´ 4´ 2 2/3´ |
II.
Manual C-f´´´ Gemshorn Lieblich Gedeckt Salicional Dolce |
8´ 8´ 8´ 4´ |
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| Feste Kombinationen: mf, f, ff, Auslöser II/12 Pneumatische Taschenlade 1906 Neubau durch Johannes Strebel, Nürnberg (für die ev. Kirche Schauerheim bei Neustadt / Aisch) 1999 Abbau und Einlagerung 2005 Ankauf vom Gebrauchtorgelhändler Ladach in Wuppertal 2005 Reinigung der Orgelteile durch das Mariannhiller Orgelbauteam 2006 Überholung durch OBM Giovanni Crisostomo 2006 April: Feierliche Einweihung |
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| Zur Geschichte der Orgeln in Mariannhill |
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| 1929-1948: Die Bittner-Orgel Bei der Glockenweihe im Oktober 1929, also fünf Monate nach der Altarweihe, war die Orgel bereits installiert, denn in der Chronik des Klosters heißt es: „Darauf [nach der Glockenweihe] zog die Geistlichkeit zum Gotteshaus zurück, wo unter weihevollem Klang der Orgel die heilige Handlung ihr Ende fand.“ Das gebrauchte Instrument war die Schenkung eines Eichstätter Professors und war 1899 von Bittner (Eichstätt) als Opus 80 erbaut worden. Die Disposition lautete:
Bei der Zerstörung Würzburgs 1945 kam das Kloster mehr oder weniger glimpflich davon, allerdings war die Orgel materialbedingt am Ende. So schreibt P. Rektor Willehad Krause 1946: „Unsere alte Orgel ist völlig ausgefallen und das vorhandene Harmonium viel zu klein... dazu kommt noch, dass unsere Kirche die einzige Kirche Würzburgs ist, die bei dem vernichtenden Angriff vor einem Jahr übrig blieb. Der hochwürdigste Herr Bischof benützt sie bei feierlichen Anlässen, namentlich zu den heiligen Weihen. Da macht sich der Mangel einer Orgel sehr fühlbar.“ 1948 wurde die alte Orgel an die benachbarte Martin-Luther-Gemeinde verkauft, wo sie noch bis 1959 gespielt worden ist. |
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1948/49: Der Bau der Steinmeyer-Orgel Nach Abbau der alten Orgel entstand die beachtliche Steinmeyer-Orgel, wenn auch unter schwierigsten Umständen: Das Vorhaben geriet wegen der Materialknappheit und der Währungsreform ständig ins Stocken. Doch die Mariannhiller ließen sich nicht davon abbringen, ihr Instrument wie geplant zu bauen, und sicherten über ihre internationale Kooperation sogar den Materialnachschub. Der Prospekt ähnelt dem der Lorenz-Kirche in Nürnberg (Steinmeyer, Zustand 1937-1950). Die drei linken segelförmigen Felder gehören zu Principal 16´ (Hauptwerk), die drei rechten zu Kontrabass 16´ (Pedal). Das mittlere Pfeifenfeld bilden die Basspfeifen von Principal 8´ (Hauptwerk, linke Seite einschließlich Mittelpfeife) und Hornprincipal 8´ (Positiv, rechte Seite). Die einzige Schwachstelle, das minderwertige Leder bzw. ähnliche Ersatzstoffe, wurde der Orgel in den achtziger Jahren zum Verhängnis: Das Schwellwerk war unspielbar geworden und die Windversorgung der Orgel ließ kein kunstvolles Spiel mehr zu. |
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1989: Die Restaurierung der Steinmeyer-Orgel Die hohe Summe für eine Restaurierung der Orgel stellte den relativ kleinen Orden vor die Entscheidungsfrage: Renovierung oder Abriss und Kauf eines Elektroniums. Die Frage spaltete die Kongregation in zwei Lager. Glücklicherweise gewannen die Orgelfreunde. Heute, da das Instrument zu den herausragenden in Würzburg gehört, bezweifelt niemand mehr die Richtigkeit dieser Entscheidung. Der Spieltisch wurde bei der Renovierung verändert: die Freien Kombinationen wichen einem Setzer. Außerdem wurde die Windversorgung verbessert (zwei Windschleudern) und die Traktur gedämpft. Die Disposition lässt viel Raum für improvisatorische Entfaltung, aber macht genauso einen großen Teil der Orgelliteratur darstellbar. Die dynamische Bandbreite ist enorm. Die elektrische Traktur reagiert prompt und funktioniert zuverlässig. Um die Orgel, die 1999 mit einer groß angelegten Konzertreihe ihren fünfzigsten Geburtstag gefeiert hat, bildete sich ein heute erfreulich großer Fankreis. |
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2004: Eine Orgel für die Krypta - Vorgeschichte In den achtziger Jahren wurde für die Krypta eine elektronische Orgel angeschafft. Aufgrund eines Defektes war diese schon nach zwölf Jahren unbrauchbar geworden. 1996 erwarben die Mariannhiller ein neues Elektronium. Im November 2004 fiel auch dieses Instrument unerwartet aus - ausgerechnet am Gedenktag der Heiligen Cäcilia (Patronin der Kirchenmusik). Die kostenintensive Reparatur gelang erst nach mehreren Anläufen. Der Wunsch nach einer “echten” Pfeifenorgel wurde immer lauter. Da ein Neubau mit einem sechsstelligen Betrag zu Buche geschlagen hätte, war von vornherein klar, dass nur ein gebrauchtes Instrument angeschafft werden könne. Die Suche nach einer adäquaten Orgel führte zum Gebrauchtorgelhändler Ladach in Wuppertal. Während der Besichtigung seiner Ausstellungsräume fand sich ein Instrument von Johannes Strebel, das in allen Punkten dem entsprach, was sich die Kirchenmusik Mariannhill zum Ziel gesetzt hat. |
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| 2005: Ankauf der Strebel-Orgel Die örtlichen Gegebenheiten machten die Suche nämlich nicht einfach: Windladen und Pfeifenwerk durften die vorgegebene Deckenhöhe von 2,65m nicht überschreiten. Trotzdem wurde auf eine reiche Palette von (großen) 8´-Registern wertgelegt, um eine differenzierte Begleitung z. B. der Psalmen zu ermöglichen. Die Strebel-Orgel war von vornherein für eine niedrige Decke konzipiert, besitzt aber trotzdem die geforderten Registriermöglichkeiten. Die Mariannhiller Missionare erkannten die Chance und erwarben das Instrument im Februar 2005. Wie gut diese Entscheidung war, bemerkten alle, als noch während der Renovierung der Strebel-Orgel das Elektronium abermals ausfiel. Johannes Strebel war Schüler und Mitarbeiter der weltberühmten Orgelbauer Cavaillé-Coll, Ibach, Walcker und Steinmeyer. 1884 machte er sich in Nürnberg selbständig und baute rund 170 neue Orgeln. Die klangliche Qualität seiner Werke wird von Fachleuten gelobt. |
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Die Renovierung - Orgelprojekt Krypta Um die Kosten für die Orgel niedrig zu halten, wurde das Mariannhiller Orgelbauteam ins Leben gerufen. Die Leitung übernahm Kirchenmusiker Rudolf Müller, ständige Mitarbeiter waren seine Frau Roswitha Pax und die beiden Mönche Br. Peter Sauer CMM und Br. Johannes Kabel CMM. Wenn mehr Hilfe benötigt wurde, z. B. zum Transport der schweren Teile in die Krypta, waren auch alle anderen Mariannhiller Missionare hilfsbereit und sofort zur Stelle. So wurde August 2005 der Spieltisch abgebeizt. Anschließend reinigte das Team Pfeifenwerk, Balg und Windladen. Ende des Jahres konnte mit dem Aufbau in der Krypta begonnen werden. Ab Februar 2006 trat OBM Giovanni Crisostomo in Aktion, der auch für die Firma Steinmeyer die große Orgel in der Kirche wartet. Er übernahm die Überholung der Pneumatik, die Intonation, Verbesserung der Windversorgung und weitere wichtige Arbeiten. Schreinermeister Br. Helmut Knab CMM baute ein Gehäuse um das Pfeifenwerk und einen geräuschdämmenden Kasten um die Windanlage. Am Ostermontag, 17. April 2006, wurde die Orgel in einer feierlichen Vesper geweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Seither ist sie fester Bestandteil der täglich stattfindenden Liturgien in der Krypta. Im Jahre 2010 wurden die noch fehlenden Prospektschleier ergänzt, die der Orgelbaumeister Giovanni Crisostomo anfertigte. |
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| Bedeutung der Orgel Aus der romantischen Epoche sind deutschlandweit nur wenige Instrumente erhalten geblieben. In Würzburg wurde noch in den achtziger Jahren das letzte unveränderte romantische Werk beseitigt. Auch die Strebel-Orgel wäre beinahe verlorengegangen. Mit der Rettung der Orgel durch die Mariannhiller Missionare konnten Kostbarkeiten wie die Doppelflöte, die Viola di Gamba mit ihren speziellen Streichbärten oder das Gemshorn mit seinen vierfach konischen Holzpfeifen vor der Vernichtung bewahrt werden. |
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